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Allergien und Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln
Allergie und Unverträglichkeit werden wie folgt grob unterschieden. Eine Allergie ist eine Reaktion des Immunsystem, welches bei bestimmten Stoffen mit Reizung (z.B. Augen- und Hautreizungen) oder auch Durchfall reagiert. Bei einer Unverträglichkeit hingegen fehlen dem Körper ganz oder teilweise Enzyme zum Verstoffwechseln gewisser Nahrungsmittel. Unerwünschte Darmbakterien und Pilze ernähren sich von den unverdauten Nahrungsresten (Laktose, Fruktose, ...) und vermehren sich. Zudem bindet der Zucker Wasser, so das der Stuhl stark weich bis wässrig wird. Beide Effekte führen dazu, dass der Darm den Entleerungsvorgang beschleunigt und somit den Durchfall auslöst, quasi um sich selbst zu schützen.
1. Die Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit, Lactoseintoleranz)
Bei der Laktoseintoleranz sind die Auslöser Milchprodukte, die den Milchzucker enthalten und alle anderen Lebensmittel (Süßigkeiten, Fertigprodukte, ...), die Voll- und Magermilchpulver, Molken- und Süßmolkenpulver, Lactose/Laktose, Sahne, Milch, Quark, Joghurt, Buttermilch, etc. enthalten. Zweifelhaft sind auch Angaben wie “Zuckerstoffe”. Nicht nur die Milch von der Kuh sondern auch von der Ziege enthält den Milchzucker.
Diagnose
- Menschen, die unter Laktoseintoleranz leiden, klagen über Blähungen, Völlegefühl, Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe, gelegentlich Verstopfung, dann wieder Durchfall. Die Lebensqualität ist, je nach Schwere der Laktoseintoleranz, sehr stark gemindert. - durch Führen von Aufzeichnungen darüber, was gegessen wurde und ob Beschwerden aufgetreten sind, kann ein Verdacht erhärtet werden - Diagnoseverfahren beim Arzt: H2-Atemtest und Blutzuckertest nach normiertem Konsum von Laktose.
Abhilfemaßnahmen
- Lebenslange Diät (Nahrungumstellung) durch Meiden laktosehaltiger Produkte - Zuführen des Enzyms Laktase zum Spalten der Laktose (z.B. die Nahrungsergänzung Laktrase)
Zu vermeidende Lebensmittel bei Laktoseintoleranz - Voll- und Magermilchpulver, Molken- und Süßmolkenpulver, Lactose/Laktose, Sahne, Milch, Buttermilch, Joghurt, Quark sowie Produkte, die die eben genannten Inhaltsstoffe aufweisen.
Eventuell konsumierbare Milchprodukte bei Laktoseintoleranz - laktosefreie Milch, Sahne, Käse etc. Diese Produkte sind entsprechend gekenngezeichnet - meist auch teurer - Käse mit 0g Kohlehydraten in der Nährwertangabe - manche saueren Naturjoghurts
Ersatzprodukte auf Reis- oder Sojabasis werden ebenfalls von den Betroffenen konsumiert.
2. Fruktoseintoleranz (Fruchtzuckerunverträglichkeit, Fructoseintoleranz)
Bei der Fruktoseintoleranz ist der Auslöser der Fruchtzucker. Fruchtzucker, auch Fruktose (oder Fructose), wie der Name bereist vermuten lässt, ist in Obst und Säften vorhanden. Als ob das nicht bereits schlimm genug wäre, gilt hier Vorsicht da der Kristall-, Haushalts- oder Kochzucker aus Rübenzucker, manchmal auch Rohrzucker, besteht. Diese Zucker sind Zweifachzucker und bestehen aus Glucose und eben auch aus Fruktose. Aus diesem Grund besteht bei Fruktoseintoleranz auch eine Intoleranz gegenüber allen mit herkömmlichen Zucker hergestellten Lebensmitteln.
Diagnose
- Menschen, die unter Frukoseintoleranz leiden, klagen über Blähungen, Völlegefühl, Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe, Verstopfung und Durchfall. - durch Führen von Aufzeichnungen darüber, was gegessen wurde und ob Beschwerden aufgetreten sind, kann ein Verdacht erhärtet werden - Diagnoseverfahren beim Arzt: H2-Atemtest und Blutzuckertest nach normiertem Konsum von Fruktose.
Abhilfemaßnahmen
- Stenge Diät (Nahrungumstellung) durch Meiden und Mindern fruktosehaltiger Produkte, kohlehydratreicher Ernnährung. Eine persönliche und umfangreiche Ernährungsberatung durch den Arzt oder Ernährungstherapeuten sind hier unbedingt zu empfehlen, da das “was ess ich heute” nahezu komplett neu erlernt werden muss.
Zu vermeidende Lebensmittel bei Fruktoseintoleranz - Süßigkeiten von A-Z und süße Getränke, Säfte - Dressings, Fertigsoßen, Ketchup u.ä. - Trockenobst, Honig, Haushaltszucker
Eventuell konsumierbare Produkte bei Fruktoseintoleranz, da relativ fruktosearm - Gemüse - Beerenobst in Maßen - Fisch, Eier, Fleisch - Kartoffel, Reis
3. Glutenintoleranz (Glutenunverträglichkeit, Zöliaktie, Sprue)
Der Körper reagiert bei einer Glutenunverträglichkeit überempfindlich auf Gluten, ein Bestandteil von Getreide (Weizen, Gerste, Roggen und Hafer). Ähnlich wie bei anderen Nahrungsunverträglichkeiten, beeinträchtigen die unverdauten Nährstoffe den Darm und reizen dessen Schleimhaut. Symptome der Glutenintoleranz (Sprue) sind Durchfall, Blähungen, Völlegefühl, Erbrechen, Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit und Wachstumsstörungen. Aufgrund des Vitamin und Mineralstoffmangel können auch Folgesymptome, wie vermehrt Zahnschäden, Knochen- oder Gelenkschmerzen und eine erhöhte Blutungsneigung, sich erst bemerkbar machen.
Diagnose
- bei Menschen, die unter Glutenintoleranz leiden, treten o.g. Symptome auf - durch Führen von Aufzeichnungen darüber, was gegessen wurde und ob Beschwerden aufgetreten sind, kann ein Verdacht erhärtet werden - Diagnoseverfahren beim Arzt: Blutuntersuchung nach bestimmten Antikörpern, Endoskopie (Darmspiegelung), ggf. Entnahme von Gewebeproben aus dem Darm.
Abhilfemaßnahmen
- Möglichst Glutenfreie Ernnährung. Eine persönliche und umfangreiche Ernährungsberatung durch den Arzt oder Ernährungstherapeuten ist auch hier unbedingt zu empfehlen, da das “was ess ich heute” nahezu komplett neu erlernt werden muss.
Zu vermeidende Lebensmittel bei Glutenintoleranz - alles glutenhaltige, z.B. Weizen, Roggen, Gerste, Wildreis, Grünkern, Dinkel und Hafer (...) sowie Produkte, die diese Zutaten enthalten.
Konsumierbare Produkte bei Glutenintoleranz - alles glutenfreie, z.B. Reis, Mais, Hirse, Buchweizen und Soja ...
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